Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Richtfest für die neue Familientagesklinik in Wittenberg

Richtfest Familientagesklinik
Zum Richtfest gehörte außerdem ein weiterer symbolischer Brauch: Gemeinsam schlug die Bauherrin mit Andreas Purkhart, Ressortleiter Planung + Bau der Alexianer einen Nagel in einen Balken des Neubaus

, Klinik Bosse Wittenberg

Nur vier Monate nach der feierlichen Grundsteinlegung ist beim Bau der neuen Familientagesklinik der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg ein wichtiges Etappenziel erreicht: Am vergangenen Freitag, den 21.08. wurde gemeinsam mit Handwerkern, Architekten, Fachplanern und Mitarbeitenden Richtfest gefeiert. Der Rohbau steht, der Richtkranz weht über dem Gebäude – nun kann der Innenausbau beginnen.

„Das hier ist in einem Rekordtempo entstanden. Es ist ein echtes logistisches und handwerkliches Meisterstück, und dafür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar“, würdigte Petra Stein, Regionalgeschäftsführerin der Alexianer Sachsen-Anhalt, die bisherige Bauleistung. „Trotz Wind und Wetter sowie einzelner Hindernisse ist hier etwas ganz Besonderes für die medizinische Versorgung entstanden. Nun richtet sich der Fokus auf den Innenausbau, bevor wir Mitte kommenden Jahres die ersten Familien bei uns betreuen können.“

Dass dieses Tempo nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter möglich war, unterstrich auch Ramona Gonszczyk von BC Architekten, die das Projekt als Architektin und Bauleiterin begleitet. „Aus Plänen wurden Wände, aus Linien wurden Räume und aus den vielen Besprechungen ist ein Gebäude entstanden“, fasste sie den bisherigen Baufortschritt zusammen. Bauen sei echte Teamarbeit. Besonderer Dank galt den Handwerkern, die den Rohbau in bemerkenswert kurzer Zeit und teilweise unter extremen Bedingungen mit Hitze, Wind und Regen realisiert hatten sowie allen am Projekt beteiligten Händen. 

Die neue Familientagesklinik wird künftig bis zu acht Familien gleichzeitig aufnehmen können. Das Besondere am Konzept: Eltern und Kinder werden gemeinsam aufgenommen und therapeutisch begleitet. So können Belastungen und Wechselwirkungen innerhalb des gesamten Familiensystems berücksichtigt und neue Wege für den gemeinsamen Alltag entwickelt werden.

Familientagesklinik erhält Schutzpatronin

Mit dem Richtfest wurde zugleich ein weiteres, bislang noch nicht sichtbares Stück Identität des neuen Hauses bekannt: Die Familientagesklinik erhält mit der Heiligen Monika eine eigene Patronin und wird künftig den Namen St. Monika tragen.

Klinikseelsorger Andreas Güthling erläuterte in einem geistlichen Impuls die besondere Verbindung zwischen der Namensgeberin und dem Auftrag der neuen Einrichtung. Die Heilige Monika gilt als Schutzpatronin der Mütter und Ehefrauen sowie von Menschen in schwierigen Familienverhältnissen. Darüber hinaus wird sie insbesondere mit Geduld, Familienfrieden und der Sorge um Kinder verbunden.

Damit steht sie in besonderer Weise für das, was in der neuen Familientagesklinik gelebt werden soll. Sie soll „ein Ort der Zuflucht, der Wegbegleitung, der Wegweisung und Orientierungshilfe“ werden – ein Haus, in dem neben den ernsthaften Gesprächen auch gespielt und gelacht werden darf und das vor allem „ein Ort der helfenden und heilenden Gemeinschaft“ sein soll.

Traditioneller Richtspruch und Glaswurf

Nach dem geistlichen Impuls folgte mit dem Richtspruch ein traditioneller Bestandteil des Richtfestes. Stefan Bolz, Geschäftsführer der Bauunion Wittenberg GmbH dankte den am Bau beteiligten Handwerkern für ihren Einsatz und blickte zugleich auf die künftige Bestimmung des Gebäudes.

„Was Menschen haben hier gebaut, wird wieder Menschen anvertraut“, hieß es im Richtspruch. Verbunden damit war der Wunsch, das Bauwerk möge dauerhaft Bestand haben und künftig all jene beschützen, die hier ein- und ausgehen. Auf das Wohl der Handwerker und der Menschen, die das Haus später mit Leben füllen werden, leerte Bolz traditionell sein Glas und ließ es anschließend am Boden zerschellen.

Anschließend klang das Richtfest bei einem gemeinsamen Imbiss und Gesprächen mit den am Bau Beteiligten aus.

Mehr als drei Millionen Euro Förderung

Die neue Familientagesklinik entsteht mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt. Für das Projekt stehen 3,6 Millionen Euro Fördermittel aus dem Corona-Sondervermögen zur Verfügung. Nach der Grundsteinlegung am 20. April und dem nun gefeierten Richtfest richtet sich der Blick auf die nächsten Bauabschnitte. Im Herbst stehen unter anderem Trockenbau-, Estrich-, Maler- und Bodenbelagsarbeiten an. Mitte 2027 sollen die ersten Familien in der neuen Familientagesklinik St. Monika betreut werden.

 

Foto: Zilke