Auf ein Wort

mit Dr. med. Nikolaus Särchen, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für psychische Erkrankungen der Klinik Bosse Wittenberg und des St. Joseph-Krankenhauses Dessau

Herr Dr. Särchen, in und neben Ihrer Arbeit als Ärztlicher Direktor und Chefarzt engagieren Sie sich stark in der Region. Warum ist es wichtig, sich im Landkreis und in der Stadt einzubringen und zu vernetzen? 

„Für mich ist die Umsetzung eines gemeindenahen sozialpsychiatrisch ausgerichteten Therapiekonzeptes nur möglich, wenn ich selbst auch aktiver Bestandteil der Gemeinde und des Gemeindelebens bin.
Man kann den Gedanken jedoch auch umdrehen. Ich glaube, dass die Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips auch immer damit verbunden ist, sich selbst einzubringen. Da ist der therapeutische Ansatz eines gemeindenahen, sozialpsychiatrisch ausgerichteten Therapiekonzeptes naheliegend."

Sie haben bereits früher in Weißensee in einem katholischen Krankenhaus gearbeitet. Was ist für Sie das Besondere daran, in einer christlichen Einrichtung zu arbeiten?

„Ich komme aus einem katholischen Elternhaus und bin seit der Kindheit und Jugend in Gruppen der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit sowie in einer sehr ökumenisch geprägten Umgebung aufgewachsen. Daraus entwickelte sich der Gedanke, dass sich die Ideen eines christlichen Menschenbildes und der christlichen Soziallehre möglicherweise auch in einer christlich geprägten Einrichtung wiederfinden lassen.
Meine Erfahrungen im Raum der Alexianer haben mich darin bestärkt, an diesen Ideen und Zielen auch mit den Kollegen weiterarbeiten zu können."

Seit 1994 sind Sie in der Klinik Bosse als Chefarzt tätig, fast ein Vierteljahrhundert. Was treibt Sie täglich in Ihrer Arbeit bei den Alexianern an?

„Ich habe das Glück, als Chefarzt bei den Alexianern einen Raum gefunden zu haben, in dem ich an der Umsetzung meiner Ideen arbeiten kann. Dafür bin ich dankbar."


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