Regionales Schlaganfallbüro seit fünf Jahren in der Klinik Bosse

03.12.18, Klinik Bosse Wittenberg

Seit nun schon fünf Jahren empfängt das regionale Schlaganfallbüro Wittenberg immer donnerstags zwischen 16.00 und 18.00 Uhr Ratsuchende zum Thema Schlaganfall. Auf Station St. Elisabeth in der Klinik Bosse, Hans-Lufft-Str. 5 in Wittenberg berät Uwe Paul, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Schlaganfallbüros Betroffene, Angehörige und Betreuer. Er informiert u. a. über ambulante und stationäre Therapien. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Interessenten können das Büro jederzeit auch telefonisch unter 03491/476 418 (Anrufbeantworter) erreichen. Sie werden dann zurückgerufen.

Als eines von 32 derzeit deutschlandweit bestehenden Partnerbüros der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe an der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg realisiert es folgende Aufgaben:

- Selbsthilfekoordination (u. a. die Vermittlung in Selbsthilfegruppen sowie Sport- und Therapiegruppen)

- Beratung von Pateinten und Angehörigen (u. a. fachliche Beratung u. Unterstützung sowie Vermittlung von ambulanten und stationären Therapien)

- Öffentlichkeitsarbeit (Aufklärung über Schlaganfall sowie Vor- und Nachsorge)

In Deutschland erleiden gegenwärtig jedes Jahr rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall, wobei zu 80 Prozent Menschen ab einem Alter von 60 Jahrenbetroffen sind. Im Jahr nach dem Erleiden eines Schlaganfalls versterben bis zu 40 Prozent der Betroffenen und etwa 64 Prozent der Überlebenden bleiben pflegebedürftig. Der wichtigste und behandelbare Risikofaktor für das Erleiden eines Schlaganfalls ist der Bluthochdruck. Weitere Risikofaktoren sind das Rauchen, die Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfette. Auch ein starkes Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum und ein konstanter Bewegungsmangel wirken sich negativ aus und erhöhen das Risiko auf einen Schlaganfall. Das Alter gilt als nicht beeinflussbarerer Risikofaktor, denn als Faustregel gilt, dass sich das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden ab dem 50. Lebensjahr mit jedem ahrzehnt verdoppelt. Gemäß dem im vergangenen Jahr im EU-Parlament von der Schlaganfall Patienten-Organisation Stroke Alliance for Europe (SAFE) gemeinsam mit der europäischen Schlaganfall-Fachgesellschaft (ESO) vorgestellten Forschungsreport die "Bürde des Schlaganfalls" ("Burden of Stroke") wird bis zum Jahr 2035 ein Ansteigen der Schlaganfallereignisse um 34% prognostiziert. Als Hauptgrund wird die zunehmende Alterung der europäischen Bevölkerung genannt.