Klinik Bosse Wittenberg und St. Joseph-Krankenhaus Dessau bilden Pflegenachwuchs künftig selbst aus

26.09.19, Alexianer Sachsen-Anhalt

Die Alexianer-Kliniken in Sachsen-Anhalt werden Ausbildungsbetriebe

Ab Sommer 2020 werden die Klinik Bosse Wittenberg und das St. Joseph-Krankenhaus Dessau auf ihren psychiatrischen und neurologischen Stationen jeweils fünf Pflegeschüler ausbilden. Damit werden beide Kliniken erstmals zu Ausbildungsbetrieben. Die neu gestaltete, umfassende Pflegeausbildung verbindet die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege. Die generalistische Ausbildung dauert drei Jahre und wird vergütet.

„Wir wollen aktiver Part in der Ausbildungsförderung werden, junge Menschen und Quereinsteiger stark machen", erklärt Alexianer-Pflegedirektorin Rebecca Kanthak den Schritt.

Pro Standort gibt es ein zentrales Praxisanleitermanagement. Bei jedem praktischen Einsatz werden den Schülern ein leitender Mitarbeiter und eine Pflegekraft mit pädagogischer Weiterbildung aus der operativen Ebene zur Seite stehen. Bereits jetzt bindet Rebecca Kanthak das Praxisanleiterteam in die Vorbereitung der Ausbildung intensiv mit ein. Ab Herbst 2019 gibt es für alle Mitarbeitenden Informationsveranstaltungen. 

Pflegekräfte entscheiden mit

Die Pflegedirektorin lässt die Pflegekräfte auf den Stationen mitentscheiden, welche externen Bereiche die Azubis im Rahmen ihrer Praxiswochen künftig besuchen sollen. Bisherige Favoriten sind die Chirurgie und die Innere Medizin. Pro Jahr werden die Azubis 700 Stunden die Schulbank drücken, 833 Stunden entfallen auf den Praxisteil auf Station.

Mit der Ausbildung möchte Rebecca Kanthak ein klares Zeichen für die Alexianer als attraktiven Arbeitgeber in der Region setzen: „Wir sehen unsere eigenen Mitarbeiter heranwachsen, pflegen den Kontakt zu ihnen und binden sie langfristig an uns." Auf Landesebene engagiert sich Kanthak in der Arbeitsgruppe zur generalistischen Pflegeausbildung, um deren Inhalte mitgestalten zu können.